Konzept einer offenen Ganztagsschule an der Schloss-Schule-Bevern

An dieser Stelle finden Sie unser Konzept für die Ganztagsschule in der Form, in der es am 27.11.2012 von der Gesamtkonferenz und dem Schulvorstand beschlossen wurde.

  1. Ausgangslage
    1. Standortbedingungen
    2. Schülerzahlen
    3. Personal
    4. Unterrichtszeiten
    5. Nachmittagsbetreuung
    6. Busfahrplan
  2. Prozessentwicklung
  3. Zielsetzung und Aufgabenschwerpunkte
    1. Übergeordnete Zielsetzung
    2. Aufgabenschwerpunkte
  4. Organisationsmodell
  5. Raumsituation
  6. Entwicklung der Schülerzahlen

1. Ausgangslage:

1.1 Einzugsbereich/Standortbedingungen:

Die Schloss-Schule Bevern ist eine von zwei Grundschulen in der Samtgemeinde Bevern (z.Zt. ca. 6.300 Einwohner).

Die Kinder aus dem Flecken Bevern mit den Ortschaften Dölme, Lobach, Lütgenade und Reileifzen besuchen die Schloss-Schule Bevern.

Das ländliche Umfeld prägt die soziale Struktur. Es gibt im Einzugsbereich der Schule nur wenige landwirtschaftliche, handwerkliche oder mittelständische Betriebe.

Die Erziehungsberechtigten sind zum überwiegenden Teil nicht selbstständig. Die Hauptarbeitgeber sind überwiegend in der 4 Kilometer entfernten Kreisstadt Holzminden angesiedelt.

Der Anteil der Schüler/innen mit Migrationshintergrund ist sehr gering. Die Staatsangehörigkeit bei 96 % der Kinder ist deutsch.

Der Anteil der Hartz IV Empfänger ist ebenfalls sehr gering.

Der Prozentsatz der Alleinerziehenden, ausschließlich Mütter, beträgt ca. 15 %.

Die zu unserem Einzugbereich gehörende Oberschule wird schon seit einigen Jahren als offene Ganztagschulen geführt.

1.2 Gegenwärtige Schülerzahlen:

Im ersten Halbjahr des Schuljahres 2012/2013 besuchen 141 Kinder die Schloss-Schule Bevern, 48 % Mädchen und 52 % Jungen. Alle vier Jahrgänge sind zweizügig (Ø 18 Schüler/innen).

Bei ca. 8 % der Schülerinnen und Schüler besteht sonderpädagogischer Förderbedarf.

1.3 Personal:

  • 1 Schulleiter
  • 8 Lehrerinnen (1 Lehrerin ist mit 22 Std. von der Grundschule im Forstbachtal abgeordnet),
  • 2 Referendarinnen, (bis 31.01.2013)
  • 1 Diplom Sozialpädagogin ( mit 5 Std.)
  • 3 pädagogische Mitarbeiterinnen
  • 1 Sekretärin (an 4 Tagen pro Woche)
  • 1 Hausmeister (gemeinsam mit der Oberschule Bevern)

1.4 Unterrichtszeiten:

ZeitenKlassen 1 & 2Klassen 3 & 4Minuten
07:50 - 08:35 1. Unterrichtsstunde 1. Unterrichtsstunde 45
08:35 - 08:40 Wechselpause 5
08:40 - 09:25 2. Unterrichtsstunde 2. Unterrichtsstunde 45
09:25 - 09:35 Frühstückspause im Klassenverband 10
09:35 - 09:50 Spielpause 15
09:50 - 10:35 3. Unterrichtsstunde 3. Unterrichtsstunde 45
10:35 - 10:40 Wechselpause 5
10:40 - 11:25 4. Unterrichtsstunde 4. Unterrichtsstunde 45
11:25 - 11:50 Spielpause 25
11:50 - 12:35 Betreuung / Förderunterricht 5. Unterrichtsstunde 45
12:35 - 12:40 Wechselpause 5
12:40 - 13:05   Förderunterricht 25

1.5 Nachmittagsbetreuung

Eine Nachmittagsbetreuung wird derzeit von der Schloss-Schule Bevern nicht angeboten.

In der Hortgruppe des benachbarten Kindergarten werden derzeit 20 Schülerinnen und Schüler kostenpflichtig betreut (auf der Warteliste stehen 6 weitere Kinder). Im Familienzentrum Bevern werden 7 Schülerinnen und Schüler betreut.

1.6 Der z. Zt. gültige Busfahrplan:

Hinfahrt
Lobach ab: 7:37 Uhr
Bevern Mitte ab: 7:41 Uhr

Hinfahrt
Dölme ab: 7:21 Uhr
Reileifzen ab: 7:26 Uhr
Lütgenade ab: 7:30 Uhr
Bevern Schloss ab: 7:42 Uhr
Rückfahrt
Bevern Mitte ab: 16:43 Uhr
Lobach ab: 16:47 Uhr

Hinfahrt
Bevern Schloss ab: 16:50 Uhr
Lütgenade ab: 16:58 Uhr
Reileifzen ab: 17:02 Uhr
Dölme ab: 17:07 Uhr

Um einen Bustransport zeitnah nach dem Ende des Betriebes der offenen Ganztagsschule zu gewährleisten müssen entsprechende Gespräche mit dem "Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen" geführt werden.

2. Prozessentwicklung:

In der Hortgruppe der Ev.-luth. Kindertagesstätte Bevern besteht ein kostenpflichtiges Betreuungsangebot für den Nachmittag mit z.Zt. 20 Plätzen und 6 weiteren Anmeldungen auf der Warteliste.

01.08.2007 Einrichtung einer Hausaufgabenbetreuung und -hilfe bis 16:00 Uhr im Schülerclub des Familienzentrums Bevern.

01.08.2010 Die Schloss-Schule Bevern wird in eine verlässliche Grundschule mit einem Betreuungsangebot bis 12:35 umgewandelt.

März 2011 Bedarfsabfrage in den damaligen 1. und 2. Klassen, z.Zt. 3. und 4. Klassen:
Bei einem monatlichen Kostenbeitrag in Höhe von 40 € zuzüglich Essensgeld gaben die befragten Eltern für 48 Kinder den Teilnahmewunsch an.

2011/2012 Mehrfache Gespräche zwischen Samtgemeinde, Schloss-Schule, und der Trägern der Hortgruppe und des Familienzentrums mit dem Ziel der Ausweitung des Angebotes der Nachmittagsbetreuung auf ca. 40 Plätze.
Die Gesprächsrunden endeten ergebnislos.

22.11.2012 Beschluss des Schulausschusses der Samtgemeinde Bevern zur Beantragung der Übernahme der notwendigen Personal-, Sach- und Umbaukosten für die Einrichtung einer offenen Ganztagsschule an der Schloss-Schule Bevern.

3. Aufgabenschwerpunkte und Zielsetzung:

Aufgrund der z. Zt. geltenden Bedingungen für die Genehmigung einer Ganztagsschule ist das Konzept so gestaltet, dass es den uns zur Verfügung stehende Ressourcen angepasst werden kann.
Die folgende pädagogische Konzeption ist in den schulischen Gremien mit Elternvertretern erarbeitet, beraten und beschlossen sowie dem Schulausschuss in seinen Eckpunkten vorgestellt worden.

3.1 Übergeordnete Zielsetzungen

  1. Kindererziehung und Beruf, insbesondere bei Alleinerziehenden, können durch verlässliche Betreuungszeiten besser miteinander vereinbart werden.
  2. Kinder, die sich zu Hause selbst überlassen bleiben, werden in altersgleichen Gruppen in ihrer Entwicklung gefördert.
  3. Durch mehr Bildungszeit und Förderangebote wird der Benachteiligung von Kindern aus sozial schwachen Familien entgegengewirkt.
  4. Die Verschiedenheit der Kinder wird respektiert und ihre Entwicklung durch den Wechsel von gebundener und ungebundener Freizeit gefördert.
  5. Durch spezifische Lernangebote werden Gemeinschaftsgefühl und Selbstbewusstsein gestärkt und individuelle Fähigkeiten ausgebaut.

3.2 Aufgabenschwerpunkte

  1. Vermittlung und Einhaltung von Respekt, Ritualen und Regeln
  2. Mittagessen:
    • Hygiene beachten
    • Umgangsformen und Essmanieren lernen
    • Rücksicht nehmen ( angemessenen Lautstärke, warten)
    • Hilfsbereitschaft
  3. freien Angebotszeit:
    • zeitliche Vorgaben einhalten
    • respektieren der klar getrennten Bereiche (Ruhezonen, Aktivbereiche, Rückzug-, Begegnungs-, Spiel- und Stammraumkonzept)
  4. HA-Betreuung:
    • HA eigenverantwortlich anfertigen und dabei Arbeitsruhe einhalten (Ansprüche auf Vollständigkeit und Qualität können von Eltern nicht erhoben werden)
  5. Arbeitsgemeinschaften:
    • Rücksichtnahme, Geduld und Toleranz im Umgang mit den Mitschülern üben
    • zunehmend Ausdauer entwickeln und eine einmal gewählte AG beenden
    • Pünktlichkeit beachten und einhalten
  6. Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Lernschwächen bzw. mit besonderen Begabungen mit prozessbegleitender Bestätigung und Ermutigung
  7. Entwickeln von Freizeitinteressen durch AG-Angebote
    • pro Nachmittag sollten verschiedene Arbeitsgemeinschaften aus den Bereichen Sport, Musik, Theater, Kunst, Werken, Computer, … angeboten werden;
  8. Gesundheitserziehung durch gemeinsame Mahlzeiten mit abwechslungsreicher gesunder Ernährung

Durch den Einsatz der Lehrerstunden am Nachmittag soll gewährleistet werden, dass es sich bei den Nachmittagsstunden nicht nur um eine additive Ergänzung des Vormittags handelt. Es ist nur mit entsprechendem Lehrereinsatz möglich, die pädagogische Arbeit des Vormittags fortzusetzen, bestehende Rituale und Regeln zu verankern und auf die sehr unterschiedlichen  Förderbedürfnisse pädagogisch und fachlich kompetent reagieren zu können. Hierzu gehört selbstverständlich auch, den Gestaltungsspielraum für entsprechende Begabungen zu erweitern.

Die Hausaufgabenbetreuung bzw. Förderunterricht einzelner Kinder sollte überwiegend von Lehrkräften übernommen werden. Je nach Anzahl der Teilnehmer und dem angebotenem Thema sollten dann ggf. die verschiedene Jahrgänge in entsprechenden Gruppen zusammengefasst werde. Dies bedeutet, dass die weiteren unterrichtlichen Angebote im Bereich von Arbeitsgemeinschaften von den einzustellenden Personen durchgeführt werden.

Nach den Beschlüssen der schulischen Gremien sollen die Hausaufgabebetreuung und der möglichst individuell gestaffelte Förderunterricht fester Bestandteil der Nachmittagsstunden sein.

Die Verwirklichung der o. g. Planungen und Vorstellungen ist von den zur Verfügung stehenden Ressourcen abhängig. Da eine offene Ganztagsschule nach Punkt 8.2 des Erlasses voraussichtlich ohne ausreichende zusätzliche Lehrerstunden auskommen muss, sind die o. g. Zielvorstellungen sicherlich nicht in dem geplanten Umfang zu realisieren.

Hier ist weiterhin der Schulträger bezüglich der Finanzierung der entsprechenden Betreuungskräfte gefordert. Dieses wurde der Schule auch zugesagt.

4. Organisationsmodell:

  • Die Nachmittagsangebote sollen von Montag bis Freitag gelten.
  • An-/Abmeldung
    • für ein Schulhalbjahr und dann verbindlich
    • An-/Abmeldung auch im laufenden Halbjahr (begründete Einzelfälle, Schulleiter entscheidet nach den von der Gesamtkonferenz festzulegenden Richtlinien)
  • Das Mittagessen wird in betreuten Kleingruppen von maximal 10 Schülerinnen und Schülern eingenommen.
Get more
Joomla!® Templates
and Joomla!® Forms From Crosstec